Detailinformationen

zur Mehrzweckhalle  -  Grundlagen für den Projektierungskredit
 

----- Detailpläne siehe am Ende dieser Seite -----
 

Am 7. Juni 2011 stellte die Gemeinde und die Schule anlässlich einer Informationsveranstaltung den vorgeschlagenen Projektierungskredit von total CHF 1'780‘000.-  (je hälftig von der Politischen Gemeinde und der Schulgemeinde zu tragen) detailliert vor. Dieser wurde an der Gemeindeversammlung vom 17. Juni 2011 von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern mit grosser Mehrheit genehmigt. Ein entsprechendes Detailprojekt wird nun ausgearbeitet. Die Abstimmung über das Projekt wird aufgrund der Grössenordnung an der Urne erfolgen.

An der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2009 haben die Stimmbürger-innen und Stimmbürger den Projektier-ungskredit für die Sanierung der Halle Aussergass abgelehnt. Aus der Dis-kussion ging hervor, dass breit ab- gestützt in den Vereinen der Wunsch nach einer Mehrfach/Mehrzweckturnhalle besteht. Der Gemeinderat und die Schulpflege haben dies als Auftrag entgegengenommen und dem Planungs-büro Suter, von Känel, Wild AG, Zürich, eine Standortevaluation und Machbar-keitsstudie in Auftrag gegeben.

Bei der heutigen 38-jährigen Mehrzweckhalle Aussergass stehen notwendige Sanierungsarbeiten an. Gleichzeitig besteht seitens der zahlreichen Dorfvereine der Wunsch nach einer Doppelturnhalle für Vereinssport. Zudem soll diese Halle auch als Mehrzweckhalle genutzt werden können. Daneben besteht seitens der Schule zusätzlicher Bedarf nach Unterrichtsräumen und Verwaltungsräumen auf dem Areal Aussergass.

In der Studie des Planungsbüros Suter, von Känel, Wild AG wurde aus fünf möglichen Standorten in Grüningen ein geeigneter Standort für die Mehrzweckhalle evaluiert und deren Machbarkeit überprüft. Die Umsetzung des schulischen Raumbedarfs wurde in sechs Varianten geprüft und abschliessend ein Machbarkeitsnachweis mit Kostenschätzung am bestbewerteten Standort der Schulanlage Aussergass erbracht. Die Studie begleitete eine Planungsgruppe, in der nebst Vertretern der Politischen Gemeinde und der Schulpflege auch Abgeordnete der Vereine vertreten waren.
 

1. Optimierungsstudie zum Raumbedarf Schule und Sport/Vereine

Bestandteile der Optimierungsstudie

Die Optimierungsstudie zum Raumbedarf Schule und Sport/Vereine gliedert sich in die Phasen Standortevaluation, Machbarkeitsstudie und Machbarkeitsnachweis. Sie gilt als Basis für die weitere Projektierung des Bauvorhabens im Schulareal Aussergass.

Ausgangslage und Grundlagen

Der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2009 wurde der Projektierungskredit für ein Bauvorhaben zur Sanierung der bestehenden Halle Aussergass und einer Aufstockung des Nebentrakts für Schulräume vorgelegt. Dieser Kredit wurde knapp abgelehnt. Unter anderem wurde bemängelt, dass keine Alternativen zur Sanierung der bestehenden Anlage betrachtet wurden. Die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde erachten diesen Auftrag mit der Optimierungsstudie als erfüllt. Das Raumprogramm umfasst total etwa 2300 m2 Geschossfläche. Die wesentlichen Bestandteile sind folgende:

Geschossfläche

Sport & Anlässe 1'800 m2
Mehrzweckhalle, Doppelhalle nach BASPO-Norm 1'050 m2
Bühne 120 m2
Geräteraum, Gastronomie, Material 170 m2
Garderoben inkl. Duschen, WC, Sanität 210 m2
Technik und weitere 250 m2
Geschossfläche Schule  480 m2
Schulräume gemäss Schulbaurichtlinien 190 m2
Schulverwaltung (Büros, Sitzungszimmer, Empfang) 160 m2
Archiv und weitere  130 m2

Geschossfläche total 

~ 2'300 m2

Entgegen der 2009 vorgesehenen Erweiterung der bestehenden Halle auf die doppelte Fläche ist nun eine meisterschaftstaugliche Doppelturnhalle gemäss den Normen des Bundesamtes für Sport BASPO vorgesehen. Bei dieser Hallengrösse bieten sich zwei verschiedene, ähnlich grosse Hallenanordnungen an. Die Zahl der möglichen meisterschaftstauglichen Sportarten steigt mit der Hallengrösse. Der grösste Anteil des zusätzlichen Flächen-bedarfs im Aussenraum stellen die Parkplätze dar. Der massgebliche Parkplatzbedarf ergibt sich aus der Nutzung der Halle für Festanlässe mit bis zu 300 Personen. Gemäss der VSS-Norm SN 640 281 sind es 60 Parkfelder. Alle weiteren Richtwerte für die Schul- und Sportnutzung sind damit ebenso abgedeckt. Die Schulanlage muss den Schulbaurichtlinien vom 16. März 2009 der Bildungsdirektion und der Baudirektion des Kantons Zürich entsprech-en. Dies sind neben den Unterrichtsräumen die vorgeschriebenen Aussenanlagen: Hartplatz 26 m x 40 m, Rasenfeld 45 m x 90 m (mind. 30 m x 60 m), Sandbereich als Geräte-, Sprung und evtl. Stossanlage, Sprintstrecke 80 m. Am Standort Aussergass sind die bestehenden Aussenräume bei der Inanspruchnahme durch einen Neubau in den vorgegebenen Dimensionen zu ersetzen. Bei Verlagerungen sind die Aussenräume möglichst kompakt und übersichtlich anzuordnen.

Standortevaluation

Es wurden fünf generell geeignete Standorte zur Evaluation vorgeschlagen. Diese sind genügend gross, genügend erschlossen und unüberbaut oder zur Neuüberbauung vorgesehen. An jedem Standort sind verschiedene Varianten denkbar.

Anhand einer Grobbeurteilung zu Grösse, Eigentumsverhältnissen, Zugehörigkeit zum Siedlungsgebiet und der Kombinierbarkeit der Schul- und Sportnutzung wurden zwei gut oder sehr gut geeignete Standorte ausgewählt: Cheib und Aussergass.

Machbarkeitsstudie

Variantenspiegel

Standort Aussergass Hartplatz
  Anbau Bestand
  Kompakt
  Ergänzung
   
Standort Cheib Gewerbeparzelle
  Tennisanlage

Die zwei bestbeurteilten Standorte der Evaluation wurden in einer Machbarkeitsstudie überprüft. Die Umsetzung der Anforderungen des Raumprogramms und der Aussenflächen wurden in verschiedenen Grundrissvarianten an beiden Standorten als möglich nachgewiesen und diese Varianten anschliessend bewertet. Anhand von fünf Kriterien wurden die Varianten der Machbarkeitsstudie bewertet. Diese waren entsprechend ihrer Relevanz unterschiedlich stark gewichtet. Insgesamt ergab sich zu jeder Variante ein aufsummierter Eignungswert.

Erschliessung 1x Gewichtung
Erweiterungsmöglichkeiten  
Schule 2x Gewichtung
Verfügbarkeit 3x Gewichtung
Kostenfolgen 3x Gewichtung
Politische Akzeptanz 2x Gewichtung

Zu jeder Variante wurde anhand von Kubikmeterpreisen der Nutzungen und Unternehmerofferten zur Ausstattung eine Grobkostenschätzung mit der Genauigkeit von +/- 30% erstellt. Die geschätzten Anlagekosten der Varianten lagen zwischen CHF 13,5 Mio. und CHF 18,2 Mio.Die Bewertung wurde in den Eignungswerten zusammengefasst. Diese Werte ergaben ein relativ nahe beieinander liegendes Feld. Bei einem theoretisch möglichen Maximalwert von 1'100 Punkten weisen die Varianten Eignungswerte zwischen 810 und 540 Punkten auf. Der Standort Aussergass bietet mehr Stärken als der Standort Cheib. Die Eignungswerte liegen leicht vor Cheib, wobei sich die Standorte in der Rangfolge der Varianten abwechseln.

Orientierungsversammlung

Am 7. Dezember 2010 wurden die vorliegenden Ergebnisse der Standortevaluation und der Machbarkeitsstudie an einer Orientierungsversammlung der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Konsultativabstimmung zum weiter zu verfolgenden Standort für eine Mehrzweckhalle ergab eine klare Mehrheit für das Schulareal Aussergass. Eine neue Mehrzweckhalle bedeutet ein aussergewöhnlich grosses Investitionsvolumen für die Gemeinde Grüningen. Die Gemeindepräsidentin Susanna Jenny stellte die finanziellen Konsequenzen eines Neubauvorhabens dar. Diese sollten für die Gemeinde Grüningen möglich sein, da das Vorhaben zeitgleich mit der kantonalen Reorganisation des Finanzausgleichs REFA liegt und Grüningen von dieser Reorganisation profitieren wird.

Machbarkeitsnachweis

Aufgrund des Ergebnisses der Konsultativabstimmung wurde für den Standort Aussergass ein detaillierter Machbarkeitsnachweis erarbeitet. Dieser platziert bei Einhaltung der Regelbauweise nicht nur alle Nutzungen innerhalb des Schulareals, sondern erlaubt anhand detaillierter Grundrisse und Schnitte auch eine genauere Kostenschätzung. Er weist somit für die Realisierung keine verfahrenstechnischen Hindernisse auf und bildet die Grundlage für den Projektierungskredit. Um ein optimales Gesamtprojekt zu ermöglichen, wurden das Raum-programm und der Perimeter innerhalb des Areals um einige Nutzungen und Flächen ausgeweitet. Die wesentlichen neuen Elemente sind die Abwartswohnung, der Raum für die Tagesstruktur mit Küche und der neu zu platzierende Hartplatz. Daraus ergaben sich die Neuorganisation der Aussenanlagen und der ersatzlose Abbruch der Zivilschutzanlage. Im Machbarkeitsnachweis finden alle geforderten Nutzungen und Rahmenbedingungen Beachtung. Gegenüber einem konkreten architektonischen Projekt bestehen dabei noch diverse detaillierte Optimierungsmöglichkeiten. Der Neubau der Mehrweckhalle wird zur guten ortsbaulichen Einordnung in das Terrain abgesenkt und belegt den Nordteil des Schulareals. Der Neubau ersetzt den bestehenden Hallenbau komplett. Der Hartplatz wird neu südöstlich angeordnet und mit dem bisherigen Schulhof und dem Vorplatz kombiniert.

Der Neubau wird über den neuen zentralen Aussenraum von Hartplatz/Schulhof über eine neue grosszügige Treppe erschlossen. Die Parkierung ist grösstenteils oberirdisch an der Strasse «in der Gass» organisiert. Nur 25 der 60 benötigten Parkplätze sind in einer Tiefgarage unter dem Vorplatz an der Strasse «Aussergass» angeordnet. Dort befindet sich auch die Veloparkierung. Die Schulnutzungen liegen in einem Winkel um die Halle in den Geschossen mit Tageslicht. Der Hallenboden liegt im 2. Untergeschoss, was aber auf Grund des geneigten Terrains nur 1 bis 1,5 Geschosse Aushub bedingt.

Kostenschätzung

Anhand des Machbarkeitsnachweises und seinen Anordnungen wird eine detaillierte Grobkostenschätzung mit der Genauigkeit von +/- 20% abgegeben. Sie ist parallel zu den Schätzungen nachfolgender Planungsphasen gegliedert nach den Baukostenpositionen (BKP). Die Schätzung enthält gemäss üblichem Vorgehen 10% Reserven. Die Hauptgruppen BKP sind die folgenden:

Hauptgruppe BKP Kosten  

0 Grundstück

CHF

-

1 Vorbereitungsarbeiten CHF 1,6 Mio.
2 Gebäude CHF 12,5 Mio.
3 Betriebseinrichtungen CHF 0,4 Mio.
4 Umgebung CHF 2,2 Mio.
5 Baunebenkosten CHF 0,9 Mio.
6-8 Reserven CHF  -
9 Ausstattung  CHF 0,7 Mio.

Total

CHF

18,3 Mio.

Option Tiefgarage

25 Plätze CHF 0,5 Mio.

Total inkl. Tiefgarage

CHF

18,8 Mio.

Die Kostenschätzung ist in mehrerer Hinsicht umfangreicher als die vorhergehenden Schätzungen des Variantenspiegels der Machbarkeitsstudie und des Bauvorhabens zur Hallenerweiterung 2009. Teils sind Nutzungsanforderungen hinzugekommen, teils werden im Machbarkeitsnachweis mehr bestehende Nutzungen ersetzt und sind daher neu in der Berechnung enthalten. Diese zusätzlich enthaltenen Nutzungen und Sanierungen summieren sich zu etwa CHF 4,2 Mio. auf und wären mindestens teilweise in den nächsten Jahren als Sanier-ungen zu finanzieren gewesen. Für die weitere Projektierung ist die Gesamtsumme von CHF 18,8 Mio. mass-gebend, da das Neubauvorhaben auf der Schulanlage Aussergass im Gesamtzusammenhang des Schulareals zu planen ist.
 

2. Projektierungskredit

Die Planungen zum Neubau mit Mehrzweckhalle und Schulerweiterung sowie Neuorganisation von Aussenräumen und Parkierung auf dem Schulareal Aussergass sollen weiter bis zum bewilligungs-fähigen Projekt konkretisiert werden. Der Neubau ersetzt das bestehende Gebäude mit Mehrzweck-halle Aussergass, Abwartswohnung, Militärunter-kunft und Zivilschutzanlage. Die anstehenden Phasen Vorprojekt, Bauprojekt und Bewilligungs-verfahren umfassen die Ausarbeitung von Kon-struktions- und Detailplänen des Gebäudes und der Planung der Baurealisierung. Diese Planungs-leistungen sind gemäss Submissionsrecht über eine Honorarsubmission zu vergeben. Als Basis der Projektierung dient der Machbarkeitsnachweis vom 10. März 2011. Der Machbarkeitsnachweis ist Teil der Optimierungsstudie zum Raumbedarf Schule und Sport/Vereine und beinhaltet ein gemeinsam erarbeitetes Anforderungsprofil mit Raumprogramm, Rahmen-bedingungen und Kostenschätzung. Details sind dem vorangehenden Punkt Optimierungsstudie zum Raumbedarf Schule und Sport/Vereine oder dem aufliegenden Bericht der Optimierungsstudie zu entnehmen. Mit der Projektierung liegt ein gesicherter Kostenvoranschlag der Bausumme vor, anhand dessen ein Baukredit beantragt werden kann. Der Kostenvoranschlag kann mit einer Genauigkeit von +/- 10% angegeben werden. Die Höhe der Bausumme wird deutlich über der Finanzkompetenz der Gemeindeversammlung liegen, daher wird die Grüninger Bevölkerung an einer Urnenabstimmung über den Baukredit und die Ausführung des Projektes befinden müssen. Die Grundlage für den Projektierungskredit bildet die Kostenschätzung vom März 2011, die anhand des Machbarkeitsnachweises erstellt wurde. Die Genauigkeit dieser Schätzung liegt entsprechend der Konkretisierung der bisher vorliegenden Projektphasen bei +/- 20%. Entsprechend dem üblichen Vorgehen enthält die Kosten-schätzung 10% Reserve. Es kann davon ausgegangen werden, dass sowohl die Nutzungen der Schule wie der Vereine subventionsberechtigt sind und Beiträge durch das Sporttoto und durch den Kanton geleistet werden, diese können jedoch erst mit dem Bauprojekt beantragt werden, und die Beitragshöhe ist noch nicht bekannt. Der Projektierungskredit umfasst eine Honorarsubmission und die Honorarkosten für die Planungsleistungen der Projektierung. Die in der Honorarsubmission gemäss Submissionsrecht ausgeschriebenen Leistungen entsprechen den Teilphasen Vorprojekt, Bauprojekt, Bewilligungsverfahren und die Teilleistung Ausschreibungspläne in den jeweiligen Honorarordnungen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverbandes sia. Es ist eine Honorarsubmission mit einem selektiven Verfahren vorgesehen.

Honorarsubmission CHF 30‘000.-

Planerhonorare

 

 

  Architektur CHF 930‘000.-
  Bauingenieurwesen CHF 150‘000.-
  Heizungs-, Lüftungs-, Klima und Steuerungssysteme HLKS CHF 170‘000.-
  Elektroingenieurwesen CHF 80‘000.-
  Landschaftsarchitektur  CHF 90‘000.-
  Spezialisten für Geologie, Bauphysik und Geometerleistungen CHF 50‘000.-
  Bauherrenberatung  CHF 80‘000.-
  Nebenkosten und Mehrwertsteuer CHF 200‘000.-

Total

CHF

1‘780‘000.-

Die Projektierungskosten sollen zwischen der Politischen Gemeinde und der Schulgemeinde je zur Hälfte, d.h. je CHF 890‘000.-, aufgeteilt werden. Der Gemeinderat und die Schulpflege beantragen der Gemeindeversammlung, dem Projektierungskredit für den Neubau einer Mehrzweckhalle auf dem Schulareal Aussergass zuzustimmen.

Gemeinderat und Schulpflege Grüningen
 

Detailpläne

 

Erdgeschoss: Eingang, Garderobe Anlässe, Tagesstruktur, Schulraum mit Gruppenraum

 

Untergeschoss 1: Garderoben Sport, Magazin Abwart

 

 
   

Untergeschoss 2: Doppelturnhalle mit Bühne, Geräteraum, Gastronomie, Technik, Lager, Heizung

 

 

Obergeschoss: Schulverwaltung, Schulraum mit Gruppenraum, Abwartswohnung